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Ist dein Leben wirklich DEINS?

12. Juni
5 Min. Lesezeit

Manchmal sind meine Aussagen für andere Menschen ein Trigger.

Wenn ich davon spreche, dass wir unser Leben bewusst gestalten dürfen, dass wir wählen können, wie wir leben möchten und dass wir nicht einfach nur funktionieren müssen.

Dann kommen oft Reaktionen wie: „Das Leben ist doch kein Ponyhof“ oder „Man kann doch nicht alles haben“ oder „Manchmal ist es eben einfach so.“

 

Und weisst du was?

In vielen Fällen stimmt das sogar. Aber eben nur halb.

 

Die unbequeme Frage hinter jedem Trigger

Wenn Menschen auf bestimmte Aussagen emotional reagieren, steckt oft mehr dahinter als Ablehnung.

Ich sehe häufig noch etwas anderes. In den kurzen Momenten nach einer solchen Aussage. Ganz oft ist es Traurigkeit. Oder Sehnsucht.

 

Den Wunsch, dass es vielleicht doch anders sein könnte. Dass sie es sich insgeheim auch anders wünschen würden.

 

Denn hinter jedem Trigger steckt eine unbequeme Frage, die uns möglicherweise schmerzhaft trifft (sonst wäre es wohl kaum ein Trigger, nicht wahr?)

 

Was wäre eigentlich für mich möglich?

 

Und genau diese Frage löst in vielen Menschen Unsicherheit, ja vielleicht sogar Angst aus.

Nicht weil die Frage falsch wäre. Aber sie macht etwas sichtbar, was bisher im Verborgenen lag.

 

Wir leben oft nach Regeln, die wir nie bewusst gewählt haben

 Kennst du solche Sätze?

„Lehrjahre sind keine Herrenjahre.“

„Was glaubst du eigentlich, wer du bist?“

„Solange du deine Füsse unter meinem Tisch hast ...“

 

Viele von uns haben solche Aussagen als Kinder gehört.

Damals haben wir uns geschworen, sie niemals selbst zu verwenden.

Und Jahre später hören wir uns plötzlich genau diese Sätze denken.

 

Warum?

Weil wir unzählige Überzeugungen übernehmen. Von unseren Eltern, Lehrern oder anderen nahen Bezugspersonen, die uns ins Leben begleiten.

 

Und weil wir als Kinder noch nicht filtern können, was eine Meinung und was eine absolute Wahrheit ist, übernehmen wir das, was unsere Begleiter sagen als gegeben. Als Wahrheit und fangen an, danach zu leben.

 

Und so leben wir mit Gedanken die uns eigentlich gar nicht gehören. Aber wir wissen es nicht. Und weil unsere Eltern uns in aller Regel nicht sagen, dass wir die übernommenen Gedanken erstmal nehmen und zu gegebener Zeit prüfen sollen, bleibt es dabei.

Wir leben nach fremden Regeln und Gedanken.

 

Aber dann kommen irgendwann Zeiten im Leben der allermeisten Menschen, die sich irgendwie falsch anfühlen.

Vielleicht zu eng oder schwer, mühsam oder leer.

 

Aber anstatt hier genauer hinzuschauen und zu prüfen, warum wir uns so fühlen, machen wir weiter. Wir verschieben die Prüfung auf später. Auf Morgen. Oder auf nächsten Sommer, wenn alles wieder ruhiger geworden ist.

 

Und Achtung, hier kommt möglicherweise schon der nächste Trigger:

 

Morgen bleibt immer morgen

Es wird nie zu heute.

Und plötzlich sind Jahre vergangen. Und das Leben ist an uns vorbeigerauscht.

Dabei wollten wir doch immer und haben es uns fest vorgenommen und…

haben es doch nicht getan.

 

Wenn wir nie genauer hinschauen, warum uns unser Leben «drück und zwickt», werden wir nie die entscheidende Frage stellen:

 

Ist das Leben, das ich hier lebe, wirklich meins?


Warum wir unsere Entscheidungen so heftig verteidigen

Früher habe ich mich oft gefragt, warum Menschen ihre Sichtweise manchmal so leidenschaftlich verteidigen. Wenn sie es doch eigentlich so gar nicht haben wollen. Wenn sie vieles stört und sie einiges verändern wollten.

 

Heute, viele Jahre später und mit einigem Mehr an Lebenserfahrung, verstehe ich es.

Es ist ein Schutzmechanismus.

 

Wenn jemand mit einer neuen Perspektive um die Ecke kommt, entsteht plötzlich Unsicherheit.

 

Vielleicht haben sie sich genau das schon lange gewünscht. Vielleicht haben sie schon lange gespürt, dass etwas nicht stimmt. Vielleicht sind sie nach langem Grübeln zur Überzeugung gelangt, dass diese Veränderung für sie nicht möglich ist. Aus welchem Grund auch immer.

Und dann kommt da jemand und hebt einfach so diesen Deckel hoch. Schaut in die Büchse der Pandora und wühlt darin herum.

 

Aber wenn wir nun aus Unsicherheit oder Angst, die Schotten sofort schliessen und alles was uns triggert, sofort aussperren und verbannen, entgeht uns eine grossartige Möglichkeit.

 

Trigger sind Spiegel

Denn Trigger sind nicht einfach nur unangenehm. Sie sind eine Möglichkeit. Sie sind Spiegel, in denen wir erkennen können, wie wir zu etwas stehen. Welche Meinung, welche Gedanken in uns sind.

 

Du erinnerst dich an den Anfang des Artikels:

Wir übernehmen Meinungen, Überzeugungen und Sichtweisen, solange wir uns noch keine eigenen bilden können. Und nur ganz selten prüfen wir, was wir da gelernt haben.

 

Und so kommt es, dass wir das für unsere Wahrheit halten.

 

Der Moment, in dem Freiheit beginnt

Das Spannende passiert genau dann, wenn wir beginnen, solche Trigger als Chancen zu sehen, unsere Gedanken und Überzeugungen zu hinterfragen. Wenn wir kritisch prüfen: Stimmt das eigentlich noch? Sehe ich das wirklich so?

Oder habe ich diesen Gedanken einfach oft genug gehört?

 

Wenn wir das tun, geschieht etwas wunderbares:

Es entsteht Freiheit.

Nicht weil wir plötzlich alles verändern müssen.

Sondern weil wir beginnen, bewusst zu wählen.

 

Es geht nicht um den grossen Ausbruch

 Viele Menschen glauben, wenn sie etwas verändern wollen, müssten sie einen gewaltigen Shift machen. Eine Riesenwelle in Bewegung setzen.

 

Aber ich sehe das anders.

Meiner Erfahrung nach sind es ganz oft die kleinen Dinge, die grosses bewirken können.

 

Keine Weltreise. Nicht den Job hinschmeissen. Nicht das Traumhaus bauen oder selbstständig werden.

 

Um Veränderung zu erreichen ist ein wichtiger erster Schritt, zu prüfen, was dir gehört und was nicht.

Und dann bewusst neu zu wählen.

 

Sonst musst du dich immer wieder fragen, ob das, was du da tust, denkst oder glaubst, wirklich du selbst bist. Oder ob das einfach nur das Ergebnis von all den übernommenen Gedanken ist, die du in dich aufgesaugt hast.

Und damit kann sich dein Leben schwer, mühsam, anstrengend oder leer anfühlen.

 

Deine Wahrheit kennt den Weg

In meinem Job begegnen mir jeden Tag Menschen, die spüren, dass irgend etwas aus den Fugen geraten ist. Dass etwas nicht mehr in Balance ist. Deren Leben schwer und mühsam geworden ist.

 

Und nicht selten sind Erfahrungen mit Sorgen und Beschwerden der Beginn von Veränderung. Weil man so deutlich vor Augen hat wie sonst nie, dass es so nicht weitergehen kann.

 

Aber du musst nicht warten, bis dich dein Körper anschreit.

Denn unsere innere Natur weiss längst, was für uns richtig ist.

Unser Körper weiss es. Unsere Energie weiss es. Unser innerer Kompass weiss es.

Wir haben nur verlernt, zuzuhören.

 

Ich will nicht provozieren. Ich will befreien.

 Deshalb stelle ich diese Fragen.

Nicht um Menschen anzugreifen oder sie zu verletzen.

Nicht um Recht zu haben.

Sondern weil ich möchte, dass die Menschen erkennen können, dass sie eine Wahl haben.

 

Das Leben geschieht dir nicht einfach.

Du hast alles mitbekommen, um dein Leben bewusst in deiner Energie zu gestalten und das daraus zu machen, was du dir wirklich wünschst.

Verschiebe es nicht länger auf Morgen.

Hör dir wieder zu. Lass dein Leben kommen.

 

Du wirst es nicht bereuen.

 

 

Wenn du mehr über bewusste Arbeit mit deiner Energie und deinem Körper wissen möchtest, behalte die Wunderwerkstatt genau im Auge – hier kommt bald etwas ganz Grosses. Das wird toll!


 
 
 

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