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Gesundheits- oder Krankenpflege?

 

Warum mich ein Routinecheck beim Arzt nachdenklich gemacht hat


Vor kurzem war ich bei einer Kontrolluntersuchung bei meinem Arzt.

Ob ich Fragen mitgebracht hätte, wollte er von mir wissen. Ich überlegte noch, als es schon weiterging mit der Untersuchung.

Am Ende des Gesprächs sagte er:

„Sie kommen langsam in ein Alter, in dem das Risiko für verschiedene Erkrankungen zunimmt. Sie werden in den nächsten Jahren automatisch Informationen zu verschiedenen Vorsorgeuntersuchungen erhalten. Dann können Sie selbst entscheiden, was Sie davon machen möchten.“


Ich war wie vor den Kopf geschlagen. Vorsorgeuntersuchungen? Selbst entscheiden, was ich untersuchen will?

Versteh mich nicht falsch, ich habe nichts gegen Vorsorgeuntersuchungen. Aber ich fühlte mich plötzlich in einen Topf mit Menschen geschmissen, die das halt jetzt müssen. Und das fühlte sich ganz komisch an.


Nach diesem Termin hatte ich viele verschiedene Gedanken im Kopf.

Aber eine Frage liess mich nicht mehr los:

Warum sprechen wir so viel darüber, Krankheiten früh zu erkennen – und so wenig darüber, wie Gesundheit eigentlich entsteht?


Wann sprechen wir über Gesundheit?

Wenn wir ehrlich sind, beschäftigen sich viele Menschen erst mit ihrer Gesundheit, wenn bereits etwas nicht mehr funktioniert.

Wenn der Rücken schmerzt. Wenn die Energie fehlt. Wenn der Blutdruck steigt. Wenn der Körper beginnt, sich bemerkbar zu machen.

Dann suchen wir Hilfe.

Dann wollen wir verstehen, was los ist.

Dann wird Gesundheit plötzlich wichtig.

Aber warum warten wir so lange?

Warum beginnen wir oft erst dann, wenn bereits etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist?


Vorsorge ist nicht gleich Prävention

Häufig werden diese Begriffe synonym verwendet. Dabei gibt es wichtige Unterschiede.

Um ein besseres Verständnis dafür zu bekommen, beleuchten wir die einzelnen Begriffe hier etwas genauer:


Der Begriff Prävention stammt aus dem Lateinischen (praevenire) und meint zuvorkommen oder verhüten.

Er beschreibt ganz grundsätzlich alle Massnahmen, die darauf abzielen, unerwünschte Ereignisse, Krankheiten oder Krisen zu verhindern, sie zu verzögern oder deren negative Folgen für die Gesundheit und Sicherheit abzuschwächen.

Speziell im medizinischen Bereich wird der Begriff Prävention in drei Punkte unterteilt:

(Und du wirst gleich sehen, warum das wichtig ist zu wissen)


1. Primärprävention:

Hier geht es um Massnahmen, die verhindern sollen, dass ein Problem, eine Krankheit oder einen Risikofaktor überhaupt entsteht.

Beispiele dafür sind gesunde Ernährung, Nichtrauchen, Schutzimpfungen oder regelmässige Bewegung.

 

2. Sekundärprävention:

dieser Unterbegriff meint die Früherkennung. Krankheiten sollen in einem sehr frühen Stadium entdeckt und behandelt werden, um Heilungschancen zu maximieren.

Beispiele hierfür sind Darmspiegelung, Mammografie oder regelmässige Blutdruckmessungen.

 

3. Tertiärprävention:

Diese kommt zum Einsatz, wenn Erkrankungen bereits bestehen, akut oder chronisch. Das Ziel ist dabei, Folgeschäden zu verhindern, Rückfälle zu vermeiden und die Lebensqualität zu verbessern.

Beispiele hierfür sind physiotherapeutische Massnahmen nach einer Operation, Rehabilitation nach einem Herzinfarkt oder Schulungen der Patienten z.B. bei Diabetes.

 

Zusammengefasst:

Früherkennung bedeutet: Wir suchen nach einer Krankheit, bevor sie Beschwerden macht.

Echte Prävention bedeutet: Wir tun etwas dafür, dass Krankheit möglichst gar nicht erst entsteht.

 

Alle Formen der Prävention sind wichtig. Aber Früherkennung ist eben nicht Vorbeugung.

Man erkennt einfach eher, das etwas schon in Schieflage geraten ist.

 

Und genau hier sehe ich ein riesiges Potenzial.

Denn unser Gesundheitssystem spricht viel über Früherkennung.

 Aber aus meiner Sicht viel zu selten darüber, wie wir unseren Körper jeden Tag aktiv unterstützen können, damit sich eine solche Schieflage gar nicht erst entwickelt.

 

Wissen alleine verändert nichts

Autsch, dieser Satz tut ein bisschen weh. Aber er entspricht genau meiner Erfahrung im Alltag auf der Notfallstation.


Viele Menschen wissen genau Bescheid, was sie eigentlich tun «müssten». Sie haben sich Pläne gemacht, Listen geschrieben, recherchiert und sich informiert.

Sie wissen

  • dass Schlaf wichtig ist

  • dass Bewegung wichtig ist

  • dass Stress Auswirkungen hat

  • dass Ernährung eine wichtige Rolle spielt


Und trotzdem fällt es vielen von uns schwer, diese Dinge dauerhaft in unserem Leben zu integrieren und das umzusetzen, was wir uns vorgenommen haben.


Aber warum ist das so?

Weil wir es nicht in unserer Energie tun!


Nein, wir brauchen nicht noch mehr Disziplin. Und wir müssen uns auch nicht noch mehr anstrengen!

Sondern wir dürfen als erstes wieder Zugang zu uns selbst bekommen und uns selbst wirklich kennenlernen.


Ohne diese Kenntnis schauen wir bei den anderen, was ihnen geholfen hat. Oder was «man so sagt», was helfen könnte. Oder man überlegt sich einen Plan, der dann toll aussieht, aber am Ende mit unseren Bedürfnissen und Gegebenheiten nichts zu tun hat.


Wissen alleine bringt uns gar nichts. Wenn Wissen reichen würde, wären wir alle gesund.

Erst wenn es uns gelingt, Wissen mit unserem persönlichen Schlüssel anzuwenden, wird es zum hilfreichen Instrument.


Wir sind nicht alle gleich

Was ist denn damit jetzt gemeint? Persönlicher Schlüssel- was soll das sein?

Einer der grössten Irrtümer unserer Zeit ist die Annahme, dass wir alle gleich sind.

Dass wir uns nur in unserem Aussehen unterscheiden und ansonsten alle gleich funktionieren.

Und so suchen viele von uns natürlich genau danach: Lösungen, die für alle funktionieren.

 

Aber was ist, wenn ich dir sage, dass jeder Mensch ganz einzigartig funktioniert?

Das wir alle unterschiedliche Bedürfnisse, Energien, Stärken und Grenzen haben?

Und genau deshalb können allgemeine Tipps niemals für jeden Menschen gleich gut funktionieren.

 

Warum Human Design für mich so wertvoll geworden ist

Und genau an diesem Punkt kommt Human Design ins Spiel.

 

Ich weiss nicht wie es dir ging, als du die Zeilen oben gelesen hast.

 

Mich hat das Thema Einzigartigkeit am Anfang sehr unruhig gemacht, richtiggehend gestresst war ich davon. Vor allem die eine Frage hat mich sehr beschäftigt:

Wie denn dann?!

 

Als ich Human Design kennenlernte, begriff ich plötzlich, was wirklich damit gemeint ist.

 

Zu erfahren, wie wir ticken und was wir wirklich brauchen.

 

Es zeigt dir, was dir Energie gibt.

Was dir Energie raubt.

Wie du dein System am besten unterstützen kannst, damit du auch lange andauernde Belastungen gut meistern kannst.

Und welche Form von Unterstützung dir wirklich gut tut.

 

Aber versteh mich richtig:

 

Human Design ist kein Ersatz für irgendwas. Es ist kein Wundermittel und kann alleine nichts ausrichten. Denn auch hier gilt: Wissen alleine hilft uns nicht.

 

Aber es ist das Instrument um unsere Einzigartigkeit zu sehen. Zu spüren und zu erfahren. Damit lernst du dich auf einer so tiefen Ebene kennen und kannst anfangen, dich ebenso tiefgehend zu unterstützen. In deiner eigenen Energie zu leben ist der erste und vielleicht wichtigste Schritt zu nachhaltiger Gesundheit und Wohlbefinden.

 

Hier geht es nicht um eine oberflächliche «Hauruck- Massnahme».

Und schon gar nicht um Schönfärberei.  Oder Drumherum- Geschwafel.

Sondern echtes und nachhaltiges Wohlbefinden.

 

Unser Körper arbeitet nicht gegen uns

Auch das erlebe ich in meinem Alltag zuhauf:

Menschen, die angefangen haben zu glauben, dass ihr Körper gegen sie arbeitet. Dass er ihnen irgendwas Böses will.

 

Sie fühlen sich ihm ausgeliefert und glauben, dass es Schicksal oder Zufall ist, dass sie diese oder jene Beschwerden oder Krankheiten haben.

 

In Wahrheit ist unser Körper etwas vom ehrlichsten was es gibt: er ist eine Projektionsfläche.

Er hat kein eigenes Bewusstsein. Kann sich nicht am Morgen dafür entscheiden, heute einfach mal «keinen Bock» zu haben.

 

Stattdessen spiegelt er unsere Bedürfnisse, Entscheidungen und Handlungen wider

und versucht die ganze Zeit, uns im Gleichgewicht zu halten. Und er versucht sich mitzuteilen, wenn wir gegen unsere Energie leben.

 

Du kannst dir das vorstellen wie ein Parksensor bei deinem Auto:

Er ist so eingestellt, dass dein Fahrzeug beim Parkieren oder Rangieren keinen Schaden erleidet. Das sind voreingestellte Daten, die er im Einzelfall einfach abruft, ohne selbst darüber nachdenken zu können.

 

Genauso funktioniert es mit unserer Energie auch.

Unser Human Design zeigt uns unsere «voreingestellte» Energie. Unser energetisches Schnittmuster quasi.

Und wenn wir gegen diese Einstellungen leben, beginnt unser Körper zu «piepen» um uns mitzuteilen, dass wir eine Grenze erreicht haben, die uns schaden könnte.

 

Genauso wie bei deinem Auto wird der Piepton immer lauter, wenn wir ihn ignorieren.

Und wenn wir das lange genug tun, fahren wir irgendwann gegen die Wand.

Das sind dann Momente, in denen uns die Erkältung ins Bett zwingt oder eine Panikattacke das ständig Weiterhetzen unterbricht.

 

All das sind nur Beispiele. Ich bin sicher, du kennst solche Moment, in denen dein Körper dir solche Warnsignale gesendet hat.

 

Das Wichtigste dabei ist zu erkennen:  unser Körper arbeitet nie gegen uns. Das kann er gar nicht. Er kämpft immer für uns und unsere Unversehrtheit.

 

Und wenn wir beginnen, diese Signale wieder zu hören, verändert sich etwas.

 

Denn dann können wir endlich aufhören, nur Symptome zu bekämpfen.

 

Gesundheit beginnt lange vor der Diagnose

 

Denn genau das geschieht aus meiner Sicht viel zu häufig.

Aber ich wünsche mir eine Welt, in der Gesundheit nicht erst dann zum Thema wird, wenn etwas nicht mehr funktioniert.

 

 Eine Welt, in der wir lernen:

 

unseren Körper zu verstehen

unsere Bedürfnisse wahrzunehmen

unsere Energie zu kennen

Verantwortung für uns selbst zu übernehmen

und das Wunder, das wir sind wieder zu lieben, anstatt dagegen zu kämpfen

 

Denn genau das sind wir: wahre Wunderwerke.

Das haben mir die vielen Tage hinter den Lehrbüchern der Medizin und die unzähligen Stunden an den Krankenbetten der Menschen eindrücklich bewiesen.

Und ich habe nach 24 Jahren Pflege immer noch regelmässig Gänsehaut, wenn ich sehe, was der Körper alles zu leisten im Stande ist.

 

Nicht weil er muss. Nicht weil er irgendwas dafür bekommen würde.

Sondern einfach, weil er genau dafür gemacht ist: perfekt zu funktionieren und uns am Leben zu erhalten.

 

Und eines ist ganz sicher: Gesundheit beginnt nicht im Wartezimmer.

Sie beginnt lange davor.

In den kleinen Entscheidungen des Alltags.

In der Art, wie wir mit uns umgehen.

 

Und vielleicht beginnt sie sogar mit einer einzigen Frage:

 

Wie kann ich mich heute so unterstützen, dass mein Körper nicht erst schreien muss, damit ich ihm zuhöre?

 

Du hast es verdient, ein grossartiges Leben in einem gesunden und vitalen Körper zu führen.

Dafür darfst du dich aber auch entscheiden. Nicht irgendwann. Sondern jetzt.

 
 
 

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